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Repertoire

Gunter Schoß liest

'Unsterblich sein, macht träge' aus dem Prometheus-Mythos von Franz Fühmann

Wem in der Kindheit die großen alten Sagen von Prometheus oder Odysseus, von Hera und Zeus, vom Krieg um Troja und dem Hölzernen Pferd begegnet sind, der wird wohl nie wieder in seinem Leben die Faszination durch Sagen und Mythen verlieren.
Franz Fühmann war hingerissen von der Einsicht, dass der Mythos wie kein anderes Element in der Kunst in der Lage ist, große, ursprüngliche Menschheitserfahrungen in einem Bild, einer Geschichte, der tiefen Regung einer einzigen Figur auszudrücken.
In der Auseinandersetzung mit dem Mythos stellt Fühmann sich auch seinem eigenen Lebenskonflikt: „Du verlierst nichts von dem, was du einmal warst, und bist gewesen, was du erst wirst“.
Franz Fühmann, 1922 im Riesengebirge geboren und 1984 in Ostberlin gestorben, war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegsliteratur. Die Nach- oder besser Neuerzählungen vieler antiker Mythen gehören zu seinen beeindruckendsten Leistungen.
| nach Monika Melchert/www.rezensionenwelt.de

 

Vorstellungen

DI 20.11.   20:00 Uhr
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