Sinnlich-geistvoller Theaterabend

Ein großartiger Theatertext, eine wunderbare Schauspielerin und zudem noch eine Regisseurin, die das Gespür für Sprache, Spiel, Atmosphäre absolut im Blut hat. Was braucht es überhaupt noch mehr, um einen sinnlich-geistvollen Theaterabend zu inszenieren, der im Gedächtnis bleiben kann, wird, muss. Und das, obwohl sich da längst schon Aufführungen ebenso mit anderen eingenistet haben. Doch diese jüngste Erfahrung mit dem Stück „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter Hacks auf dem Theaterkahn weiß sich rundum und spürbar ganz besonders zu behaupten.

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Vereinsamt hadernd mit einem verhassten Instrument

Nein, er ist nicht neidisch, er hat nur einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn – und der sagt ihm, dass etwas gewaltig schiefgelaufen ist bei ihm im Leben. „Können Sie mir sagen, wieso ein Mann meines Alters mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent behindert?“ – Peter Kube spielt in „Der Kontrabaß“ von Patrick Süskind

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Von der mangelnden Kraft der Worte

Theaterkahn-Stammregisseur Peter Kube, seit drei Jahren zugleich Oberspielleiter der Landesbühnen Sachsen hat, wenige Tage übrigens vor seinem 60. Geburtstag, die erste Koproduktion der beiden Theater erfolgversprechend zur Premiere gebracht. Am Elbufer unterhalb der Katholischen Hofkirche, wie er gelegentlich zu sagen pflegt, gibt es Fisch, nicht nur im Restaurant Kahnaletto, sondern nebenan auch „zu viert“, absolut tödlich und hinreichend witzig serviert von Tom Quaas, mit Cornelia Kaupert, Anke Teickner und Sandra Maria Huimann nach Anleitung von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer.

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Der Feind, der Freund

Uraufführung „Lothar und der große Geist“ mit Tom Pauls und Jörg Schüttauf auf dem Theaterkahn. – Eine Komödie – aber eine mit sehr ernsten Untertönen, eine, die einem ins Gewissen redet, bei der einem das Lachen gelegentlich sogar im Halse stecken bleibt.

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Stolz und bockig

Überzeugend: die Uraufführung von Holger Böhmes „Bauland“ auf dem Theaterkahn. – Drei Männer – Großvater, Vater, Enkel -, die wenig bis nichts verbindet, haben sich im Familienbetrieb, einer Autowerkstatt, die noch den versifften Charme des PGH-Betriebs atmet, eingefunden. Da der Patriarch Geburtstag hat, will man eigentlich eine Art Burgfrieden einhalten, aber schon zofft man sich. Und zwar heftig.

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